Über die Schulter geschaut: ein Interview mit unserer textiltechnischen Assistentin

    15. Jul 2020

    Qualitätsmanagementsystem im Labor

    Laborprüfungen zählen bei Carl Weiske zu den wichtigsten Qualitätssicherungsmethoden. Worauf besonders Wert gelegt wird, was die DIN EN ISO 9001:2015 damit zu tun hat und warum hin und wieder „detektivischer Spürsinn“ gefragt ist, erklärt die textiltechnische Assistentin Frau Langheinrich.

    Frau Langheinrich, was begeistert Sie an dem Beruf der textiltechnischen Assistentin?

    Mich begeistert schon das Textil an sich. Es begegnet einem im Alltag ja ständig und fast überall. Außerdem ist die Arbeit im Labor sehr abwechslungsreich: von physikalischen bis chemischen Analysen ist alles dabei. Bei manchen Reklamationen ist auch „detektivischer Spürsinn“ gefragt, um den wahren Fehler in der vollstufigen Wertschöpfungskette zu finden. Das Ganze analytisch anzugehen macht mir Spaß.

    Könnten Sie mir sagen, worauf es Ihrer Meinung nach bei Laboranalysen hauptsächlich ankommt?

    Ich denke es kommt zuallererst auf ein hohes Maß an Genauigkeit, Sorgfalt und Sauberkeit beim Arbeiten an. Damit man sich später auf die Prüfergebnisse verlassen kann und dann auch die richtigen Rückschlüsse und Interpretationen der Ergebnisse vornimmt. Daneben ist es auch noch wichtig, verantwortungs- und umweltbewusst mit Prüfmitteln und vor allem Chemikalien umzugehen.

    Inwieweit spielen dabei die Anforderungen der DIN EN ISO 9001:2015 eine Rolle?

    Im Labor sind neben einer eindeutigen Rückverfolgbarkeit der Proben und der Prüfergebnisse vor allem die Überwachung und die Eignung der Prüfmittel wichtig, um ein einwand- und fehlerfreies Prüfen an den Geräten zu gewährleisten. Pro Produkt werden dann die Ergebnisse mit festgelegten Qualitätsstandards verglichen. Sollten doch mal Abweichungen vorkommen, informieren wir die Kunden sofort darüber.

    Welche Parameter beeinflussen Ihrer Erfahrung nach die Garnqualität am stärksten?

    Zum einen kommt es schon einmal auf die Qualität der anfänglichen eingesetzten Rohstoffe an. Dann hängt die Garnqualität auch stark vom Produktionsverfahren und von der Produktion an sich ab. Von unseren Ingenieuren bekommt die Produktion strikte Vorgaben und wir im Labor prüfen dann die Qualität der Fasern und Garne. Weitere Einflussfaktoren sind neben dem Transport auch die passende Lagerung. Und natürlich, dass das Produkt für den Kunden so entwickelt ist, dass es dessen Anforderungen entspricht.

    Wie gehen Sie im Falle einer Reklamation vor?

    Dafür benötige ich Belegmaterial vom Kunden, das ich dann auf die entsprechende Beanstandung hin untersuche und die Ergebnisse in einem Reklamationsbericht zusammenfasse. Unsere Ingenieure betreuen dann weiterführend den Kunden, um passende und schnellstmögliche Abhilfe zu schaffen.

    Und zu guter Letzt: Wie unterstützen Sie persönlich unsere Kunden?

    Bei unserer Labordienstleistung ThinkTex stehe ich unseren Kunden bei Fragen zu Prüfungen und Untersuchungsberichten zur Seite. Ansonsten bin ich eher im Hintergrund aktiv. Gerne zeige ich interessierten Kunden unser Labor, damit sie sich davon ein konkretes Bild davon machen können.

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